Das haben wir uns auch gefragt. Strasen ist ein beschauliches Örtchen im Naturpark Stechlin-Ruppiner-Land. Bis wir kamen…
Nach dem wir am Donnerstag die Boote auf dem Hänger bestens verzorrt hatten (natürlich mit freundlicher männlicher Unterstützung) machten wir uns auf den Weg gen Osten. In der Nähe von Mirow stockte plötzlich auf der Landstraße der Verkehr auf Grund eines beginnenden Open Air Konzertes. 70.000 (!) Freiluftfanatiker waren dabei ihre Zelte aufzubauen um das Wochenende auf Luma und Isomatte zu verbringen. Was uns aber weise lächelnd weiter fahren ließ, da wir ja wussten dass uns gemütliche Betten im „Hotel zum Löwen“ erwarten würden.
Der Löwe ist eine zum Hotel umgebaute alte Wassermühle, die das Motto hat: „Alle reden von der guten Lage, wir haben sie!“ Was wir nur zu gut bestätigen können.
Am Samstag bei anfänglich recht trübem Wetter, ging die Rudertour gut gestärkt endlich los. Vom Frühstückstisch direkt in die Boote, denn sie lagen schon fertig aufgeriggert im hoteleigenen Hafen.
Unsere Fahrt begann auf dem Pälitzsee weiter über Labussee, Gobenowsee und Rätzsee. Die Seen waren verbunden durch malerische mit Seerosen bewachsenen Kanälen. In Fleether Mühle, einer Umtragestelle, machten wir Mittagspause und waren die absoluten Exoten unter den unzähligen Kanuten. Wieder auf dem Wasser, jetzt bei strahlendem Sonnenschein auf dem Vilzsee kam plötzlich von der Steuerfrau das Kommando:“ Moment mal… da kommen ein paar Schnuppies. Wo kommen die denn her?“ und PLATSCH! Da waren sie auch schon an den Auslegern und am Boot angelangt. Wisst ihr jetzt auch worum es bei dem Kommando ging? Die Ruderinnen wussten es dann…
An der Canower Schleuse, in der auf der Hintour noch die Motorboote vom Schleusenwärter bevorzugt wurden, waren es nun auf einmal die Ruderboote… woran das wohl gelegen hat?
Für den Abend hatten wir uns im Dorf in einer wunderschönen alten, mediterran umgebauten Scheune zum Essen angesagt. Durch Anfeuerungsrufe: „ Auf uns wartet ein GURKENCREMSÜPPCHEN mit SAHNEHÄUBCHEN“ waren wir starken Schlages bald am Hotel zurück. Nicht nur das genossene Süppchen war erste Sahne, das ganze Ambiente des Hauses hat uns einen schönen Abend beschert.
Am Sonntag passierten wir dann die fast hoteleigene Schleuse um noch eine kleine Fahrt in die entgegen gesetztete Richtung, durch den Ellenbogensee zu machen. Leider verging wie immer die Zeit viel zu schnell und wir machten uns nach einem ausgiebigen Mittagspicknick (vielen Dank an das Katering-Team) wieder daran die Boote zu verpacken. Dank unserer versierten Hängerfahrerin, die so einige enge Kurven gemeistert hat, kam die Ausrüstung (und wir natürlich auch) wieder gut in Lübeck an.
Unser Fazit: wir wissen nun wo Strasen ist und fahren wieder hin!
Auf diesem Weg noch mal ein herzliches Dankeschön an unsere Organisatorin. Wir sind beim nächsten Mal gerne wieder dabei.
Gaby Langnau, Stefanie Johannsen