Berichte/ Impressionen 2022

Die Homepageredaktion freut sich über die Zusendung von Fotos aus dem Vereinsleben, mit kurzem erklärenden Text: webmaster@lfrg.de


Traditionelles Buß- und Bettagsrudern, am 16.11.2022


Trotz ungünstig vorausgesagten Wetters fanden sich wettererprobte Ruderwillige zum traditionellen Buß- und Bettagsrudern. Es ging zur Schleuse nach Büssau. Hier konnten wir gut anlegen und uns mit heißen Getränken wärmen und leckeren Köstlichkeiten stärken. Zurück ging es durch die innere Stadt. Glockengeläut erinnerte an den Buß- und Bettag.
Gesellig ging es dann beim anschließenden Grünkohlessen zu. Hier hatten sich aktive und passive Ruderbegeisterte viel zu erzählen. Rundherum gesagt war es ein toller, stimmungsvoller Herbsttag.
Gisela und Jutta


Eine Wakenitzfahrt im Oktober

Einen brillanten Herbsttag nutzten wir, drei Ruderfrauen der Dienstagsgruppe für einen Ausflug mit der "Elly Wilde" über die Wakenitz zum Ratzeburger See.

Zum Abschluss verwöhnte uns nicht nur die Sonne auf der Terrasse unseres Bootshauses!

Gisela, Veronika und Jutta


Interne Regatta 2022: Kochlöffelachter

Die LFRG- Ruderinnen konnten den Kochlöffel in diesem Jahr an die LFRK-Ruderinnen abgegeben!

Am 17.09.2022 fanden sich tatsächlich hochmotivierte Ruderinnen am Steg der LFRG und LRG ein. Alle waren aufgeregt und voller Vorfreude. Am Steuer saß Gaby Langnau und steuerte den Achter zum Start. Es war ein sehr geglückter Start, unser Achter schoss nur so vorwärts und konnte rasch einen Vorsprung zum Achter des Lübecker Frauen-Ruderklubs erreichen. Sehr konzentriert und mit gutem Schlag gelang es uns, die Führung auszubauen. Am Ufer wurde die Mannschaft kräftig angefeuert und es gelang tatsächlich… am Ende gewann unser Achter und verlor den Kochlöffel an den Klub. Alle freuten sich natürlich über den schönen Sieg, die Medaillen und darauf in diesem Jahr bekocht zu werden.

Am Steg von links: Sigrid, Marion, Ulrike, Petra, Gaby, Madlyn,Gitta, Gaby und Natalie herzlichen Glückwunsch, ihr habt es großartig gemacht!!!

Gudrun Erdmann


Rudern gegen Krebs, am 10.09.2022


Schwerinwanderfahrt im August 2022

„Kaleidoskop“ einer Wanderfahrt auf dem Schweriner See im August

G+A: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah!?

Das Ruderwochenende in Schwerin war ein Genuss: Quartier und Revier, das Wetter, die Gruppe und der mehr als reichlich gedeckte Tisch an den Abenden – besser hätte es nicht sein können!

Es war einfach schön, dass alle so selbstverständlich mit angefasst haben – sei es beim Boote Putzen, beim Tisch Decken oder beim Abwaschen. Am 1. Abend wurde uns bei Kerzenschein in großer Runde so richtig bewusst, wie sehr wir solche Runden in Corona Zeiten vermisst haben und wie schön es war, das jetzt wieder zu erleben.

DANKE an ALLE!

H: Das Schweriner Ruderrevier besticht durch seine Vielfältigkeit: Weite Wasserflächen mit grünen Inseln, Anlegemöglichkeiten, an denen man baden kann (wer mag...), kleine, gewundene Seen mit schönen Bootshäusern, enge Kanäle mit Gegenverkehr, in denen es auch dem Steuermann nicht langweilig wird, und natürlich die erhabene Skyline mit dem Schloss, dessen goldene Kuppel in der Sonne glänzt.

Susanne hatte für die Fahrt 14 nette Leute zusammen bekommen. Sowohl in unseren drei 4+er als auch in den beiden Abendrunden im tollen Bootshaus der Schweriner Rudergesellschaft hatten wir eine gute Zeit zusammen,
abgerundet durch eine leckere, variantenreiche und reichliche Auswahl an Salaten, Backwaren und Getränken.
Eine sehr schöne Wanderfahrt mit Dank an Susanne für die gelungene Organisation.

U: „Old school“ war unser neuer Schlachtruf. Wir konnten uns immer wieder mit diesem witzigen aber auch zutreffenden Begriff identifizieren.
Wir „Vom alten Schlag“ benutzen immer noch gerne die Landkarten, haben Teamgeist beim Rudern wie beim Abwaschen und haben recht hohe moralische Ansprüche. Mit so einer Truppe von 14/15 Personen hat es sehr viel Spaß gemacht, auf Wanderfahrt zu fahren.

 

K: Die Lage der Schweriner Rudergesellschaft beeindruckte ebenso, wie das sehr moderne Bootshaus und insbesondere die (Ordnung in den) Bootshallen (zumindest für mich).                 Tolle Unterkunft, sauber und modern.                                                                                                         Nette Truppe und gute Mischung „alter und junger Hasen/ Häsinnen“.                                      Kulinarische Vielfalt auf gewohnt hohem Niveau - wer braucht schon Gastronomie? Bombenwetter und viele schöne Eindrücke.


„Was auf der Leverkusen passiert, bleibt auf der Leverkusen.“

Von daher konnte am ersten Tag nur die Leverkusen-Crew von Gabi Langnaus sehr kenntnis-
und detailreichem Vortrag zum Ritter Lübs von Lübstorf und der Entstehung des Schlosses Lübs
(das eigentlich Wiligrad heißt) profitieren.
Freudigster Aha-Moment für mich: Babysocken sind ein idealer Schutz vor aggressiven
Gummigriffen an Skulls, das hat mir den zweiten Tag gerettet. Danke,Gabi(Forstmann).

V: Susanne organisiert und 14/15 gruppentaugliche RuderInnen treffen sich im modern
gestalteten Bootshaus der Schweriner RG und genießen erstmal die Abendstimmung über
dem See mit Blick auf das Schweriner Schloss.

Drei gesteuerte Vierer werden bei gutem Wetter am Samstag zu Wasser gelassen und
erreichen zügig über den Schweriner See den Wasserrastplatz vor Bad Kleinen.
Nach geruderten 38 km verwöhnen wir uns abends auf der großen Terrasse mit vom
Grillmeister Klaus auf den Punkt gegrillten echten Thüringer Würstchen, allerlei mitgebrachten  
Köstlichkeiten und gutgekühltem Wein.
Sonntag werden noch 2 Inseln umrundet , um dann nach einem UrlaubsWE gen Lübeck zu
fahren.

Y: Ich berate meine Patienten rudern zu gehen, weil das Wanderrudern die Kraftausdauer besonders fördert.
Ich empfehle meinen Freunden und Freundinnen rudern zu gehen, weil der Mannschaftsport
viel Freude und Lachen bringt.
Ich überzeuge meinen deutschen Liebsten rudern zu gehen, weil am Abend viel Wurst
und Wein verkostet wird.

A: Hafer-Kürbiskern-Sonnenblumenkekse, Mohn-Nusskuchen, Mohn-Mandelkuchen,
Blätterteigschnecken, Zimtschnecken, eingelegte Pilze, Roggen-Sauerteigbrot,
Kräuterbutter, Kim-Chi-Pfannkuchen, Mozzarella-Tomate-Basilikum-Spießchen,
Kartoffelsalat, Thüringer Rostbratwürste, Nudelsalat, Wassermelone mit Schafskäse,
Focaccia, Sekt, Rotwein, Weisswein, Flensburger, Störtebeker, Tofu-Cashew-Salat,
vegetarische Bratlinge, chinesische Tee-Eier, Tomaten, Gurken, grüner Salat,
Pralinen, Cevapcici, Darjeeling, Kaffee, Wildleberpastete, Salzmandeln, Beemster
Käse, Chili-Dipp, Kräuter-Frischkäse-Dipp, Weintrauben

S: Rudern in Schwerin: zwei Übernachtungen im Schweriner Ruderverein mit Blick auf das Schloss, 14 bzw. 15 Personen, tolle Stimmung, gutes Ruderwetter, superleckeres, interessantes Essen,
drei gesteuerte Vierer = Einfach klasse!
Gesammelt von Susanne Bruß


Erdbeerfahrt am 21. Juni 2022

An Mittsommer starteten 9 Boote mit Ruderinnen und Ruderern von der LFRG und LRG Richtung Bad Schwartau in den toten Arm der Trave. Gut gelaunt ging es zunächst im Korso durch die Innenstadt. Natürlich waren wir ein begehrtes Fotomotiv.  
Hans und Heino fuhren mit ihrer Mannschaft vorweg. Vom Ruderverein des Leibnitz Gymnasiums hatten wir die Erlaubnis bekommen, in Bad Schwartau am Steg anzulegen und die Bierzeltgarnituren zu benutzen.  
Als die anderen Boote ankamen, war schon alles aufgebaut und die Tische bogen sich kurze Zeit später bei herrlichem Wetter unter Erdbeeren in Schoko, Erdbeerkuchen, diversen Salaten, Kräuterbroten mit Dips, Eierlikör und noch vieles mehr. Es wurde geschlemmt, was nur irgend ging. Alle waren gut gelaunt und glücklich bei diesem herrlichen Abend und fröhlichen Leuten.
Es war ein gelungener Abend und alle ruderten sehr satt und zufrieden zurück. Als wir um

22 Uhr am Bootshaus ankamen, war es immer noch ganz hell und warm.

Gudrun Erdmann


Ehrungen

 

Ehrung besonders langjähriger Mitglieder in der LFRG


Durch die Corona-Pandemie konnten zwei Jahre keine Ehrungen stattfinden. So hat sich der Vorstand entschlossen, am 16. Februar 2022 zumindest die besonders langjährigen Mitglieder im Rahmen des monatlichen Damentreffs der LFRG zu ehren. Auch andere langjährige Mitglieder waren zu dieser Feierstunde gekommen.
Helga Lange, die 1. Vorsitzende der LFRG, begrüßte die Anwesenden und begann mit der Laudatio auf die 70jährige Mitgliedschaft von Christel Lange mit einem Rückblick auf einige Ereignisse aus der deutschen Geschichte in ihrem Eintrittsjahr 1951. Zu dieser Zeit war eine Aufnahme in den Verein ab dem Alter von 14 Jahren möglich, aber Christel konnte schon wenige Monate vor ihrem 14. Geburtstag eintreten. Das Training machte ihr viel Spaß und die Gemeinschaft war großartig. Auf einer Regatta lernte sie auch ihren späteren Ehemann kennen, ein „guter Geist“ beim Lübecker Ruderklub. 1959 errang sie im Doppelvierer die Deutsche Meisterschaft.
Auf eine 60jährige Mitgliedschaft können seit 1960 Dörte Hagelberg und Heilwig Held (Mucke) und seit 1961 Gudrun Wolter zurückblicken.
Dörte und Mucke erinnern sich an die fröhlichen gemeinsamen Feste und Feiern. Meistens wurden auf dem Weg zum Training Lieder aus voller Kehle geschmettert. Das Singen hat auch später das Rudern stets begleitet. Dörte hat bestimmt einmal jährlich mit Manfred und Gabi Schnell eine Rudertour nach Ratzeburg gemacht – oft mit Liedbegleitung! Über die vielen Jahre hatte es sich so eingebürgert, dass  der Rosenmontag  nach dem Turnen bei Dörte stattfand. Hier war immer eine lustige Truppe zusammen.
Mucke hat nach den Trainingsjahren unzählig viele Wanderfahrten unternommen, wovon sie auch sehr viele selbst geleitet hat. Als Hobbykünstlerin hat sie das Bild vom alten Bootshaus der LFRG, welches im Umkleideraum hängt, gemalt.
1961 kommt Gudrun Wolter als neues Mitglied in die LFRG. Sie lebte einige Jahre in Schweden und ist dort auch gern gerudert. Im Rückblick erzählt sie von erlebnisreichen Ruderwanderfahrten.
Durch die langen Mitgliedschaften hatte man unendlich viel Gesprächsstoff. Die Zeit verging viel zu schnell an diesem gemütlichen Nachmittag.

Text: Petra Sauer-Schulz
Foto: Maren Pichner


Wintersport 2021/22 - ein paar Impressionen


Svea in Columbus

Hey,                                                          
2019 Vize-Junioren-Weltmeisterin im Achter in Tokio, danach folgte das Corona-Abitur, Anfragen aus den USA für ein Sport-Stipendium und schließlich die Zusage für die Universität in Columbus.
Seit einem Jahr lebe ich in Columbus/Ohio in den USA, studiere „International Business“ und rudere im Uni-Team mit 60 Frauen aus der ganzen Welt. Ich startete mit der Corona-Quarantäne in einer internationalen Sechser-WG direkt auf dem Campus mit mittelmäßigen Englischkenntnissen. Alles war neu und aufregend. Direkt nach der Quarantäne begann ich mein Studium und das erste Training unter erschwerten Bedingungen mit täglichen Corona-Tests und Maske.
Zweimal am Tag ist Training, wobei wir zweimal pro Woche Ergo-Belastungen fahren und jede schneller sein soll als die Belastung davor. Es ist mir noch immer ein Rätsel, aber das ist tatsächlich möglich! Zu Beginn hatte ich kein festgesetztes Ziel, es war mehr ein Traum sich für den ersten Achter zu qualifizieren. Zwischen den Einheiten heißt es essen, lernen, schlafen. Das Pensum ist heftig, aber machbar. Hin und wieder kommen Termine beim Physiotherapeuten sowie Gespräche mit Mentoren für das Ruderteam. Von Montag bis Samstagmittag ist volles Programm. Samstagnachmittag und Sonntag dienen dem Wäschewaschen, lernen in der Bibliothek sowie erkunden der Stadt Columbus oder der Besuch eines Footballspieles (in der größten Arena der USA, gleich neben meinem Studentenwohnheim). Das ist mein neuer Alltag!
Mit Beginn der Rudersaison erhöht sich der Druck auf das Ruderteam und der Ehrgeiz packt Jeden. Die gesamte Saison ist ein Kampf, wo man am Ende hofft seinen Platz ganz vorne abzusichern. Für jede Einheit muss man sich aufs Neue beweisen, dass man sich den Platz im Boot auch verdient hat. Regelmäßige Regatten in anderen Bundesstaaten finden dann statt - das bedeutet viel Fahrerei und entsprechend wenig Zeit zum Lernen und Waschen. Die Gemeinschaft im Team der Buckeyes (übersetzt: Rosskastanien, so heißt das Team) wird gefördert durch das gemeinschaftliche Singen vor jedem Rennen und natürlich die Kleidung. Ich musste mich umgewöhnen, denn ich trage jetzt alles in Rot! Höhepunkt waren dann die Universitäts-Meisterschaft in Sarasota /Florida, wo ich im ersten Achter gegen 20 andere Achterteams aus den ganzen USA startete. Eine unglaubliche Atmosphäre, hochkarätige Sportler auf WM-Niveau, Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und das Ziel für meine Uni zu gewinnen (sowie den hohen Erwartungen der Trainer gerecht zu werden). Mit Platz sieben beendeten wir die Saison und meine Heimreise rundete das Erlebte ab.
Knapp drei Monate Semesterferien in Lübeck benötigte ich zum Auftanken, Erzählen und glücklich sein. Ende August flog ich erneut nach Columbus, mittlerweile souverän im Umgang mit dem Fliegen. Das zweite Semester begann. Mittlerweile denke ich Englisch, kenne alle Abläufe, fühle mich sicher in meiner Umgebung. Ab und zu entnehme ich den Nachrichten Schusswaffengebrauch in meiner Nähe oder politische Unruhen sowie SMS-Nachrichten bei Gewalttaten in Campusnähe. Das beunruhigt mich schon extrem, aber Dank der Gespräche mit meiner Familie kann ich damit ganz gut umgehen. Es ist eben nicht alles perfekt in den USA! Ich sehe das sehr kritisch. Das Schöne ist, ich bin immer im Team und nie allein. Das gibt mir ein Gefühl der Sicherheit.
Das Studium erfordert viel Disziplin. Dieser Druck kommt mir ganz entgegen. Zwischendurch schreiben wir unsere Klausuren. Sollten meine Noten sich verschlechtern, darf ich nicht mehr rudern bis sich meine Noten gebessert haben. Kurz vor Weihnachten durfte ich dann noch ins Trainingslager nach Miami. Bei 28 Grad, Palmen und Sandstrand verbrachte ein Teil des Teams sieben Tage dort zum Trainieren. Zwischen den Booten schwammen Delphine, am Strand lagen riesige Leguane und unter unserem Ruderboot schwamm eine Seekuh. Ein unglaubliches Erlebnis. Braungebrannt kam ich dann am 24.12.21 bei Schneetreiben und Minusgraden in Lübeck bei meiner Familie an und genoss 14 herrliche Tage zu Hause. Mittlerweile bin ich zurück in Columbus und alles beginnt von vorne.
Ich werde berichten und wünsche euch trotz der neuen Corona-Verordnungen eine schöne Rudersaison und vor allem bleibt gesund und besucht mich vielleicht auf Instagram. Bis bald!      

 

Eure Svea                                                                                                                                                                Columbus, Januar 2022